Eddie Van Halen und Zakk Wylde: Zwei Gitarristen, zwei unverwechselbare Handschriften
In der dritten Ausgabe von „Dead Rock Heads Alive“ stehen zwei Gitarristen im Mittelpunkt, deren Spiel und Erscheinungsbild sofort wiederzuerkennen sind: Eddie Van Halen als Dead Rock Head und Zakk Wylde als Rock Legend Alive. Rockcast-Host Tippi spricht mit Ole Ohlendorff über musikalische Einflüsse, persönliche Begegnungen und die Geschichten, die in den beiden Porträts stecken.
Eddie Van Halen: Die Frankenstrat als Bildmotiv

Eddie Van Halen gehört zu den Gitarristen, deren Stil schon nach wenigen Sekunden erkennbar ist. Für Ole Ohlendorff war die berühmte rot-weiß-schwarze Frankenstrat deshalb ein zentrales Motiv seines Porträts. Dazu kommt der Look der Van-Halen-Hochphase in den 1980er-Jahren: die lange, wallende Mähne und das fröhliche, charmante Gesicht.
Ole beschäftigte sich beim Malen besonders mit der frühen Van-Halen-Besetzung um David Lee Roth, Michael Anthony und Alex Van Halen. Die ersten Alben stehen für ihn voller Spielfreude und innovativer Gitarrenarbeit. Auch die späteren Jahre mit Sammy Hagar betrachtet er mit Interesse. Tippi und Ole sprechen darüber, wie unterschiedlich die beiden Sänger den Klang und die Atmosphäre der Band prägten.
Ein Original-Plektron im Gemälde
Eine persönliche Geschichte macht das Eddie-Van-Halen-Bild besonders: Im Gemälde steckt ein Plektron, das Eddie Van Halen selbst gespielt hatte. Oles Artistagent Hanno übergab ihm das Stück. Hanno hatte Eddie bei einem Rammstein-Auftritt am Bärrock am Ring getroffen. Eddie interessierte sich dafür, wie Rammstein ihren markanten Sound erzeugten. Nach dem Austausch schenkte er Hanno ein Plektron, das später seinen Weg in Oles Bild fand.
Sidekick: In den 80ern klemmte Eddie meist eine brennende Kippe zwischen die Saiten an der Kopfplatte.

Im Gespräch erinnert Tippi außerdem an eine Geschichte von Chris Boltendahl, Sänger von Grave Digger. Boltendahl hatte Van Halen als Jugendlicher live erlebt und damals ein Plektron des Gitarristen erhalten. Dieses ging über die Jahre verloren. Das im Gemälde eingearbeitete Exemplar ist jedoch ein anderes.
Zakk Wylde: Blick, Bart und Wacken-Schlamm

Als Rock Legend Alive porträtierte Ole Ohlendorff Zakk Wylde. Er kennt Wylde unter anderem aus dessen Zeit mit Pride & Glory und Black Label Society. Tippi erzählt von einer Begegnung im Jahr 2012. Ole erinnert sich an Wyldes Auftritt beim Dynamo Festival in Eindhoven Anfang der 1990er-Jahre und an ein Black-Label-Society-Konzert in Wacken.
Das Porträt verzichtet bewusst auf Wyldes berühmte Bullseye-Gitarre. Ole konzentriert sich auf das Gesicht und vor allem auf die Augen. Bei einer Begegnung im Artist Village in Wacken fielen ihm Wyldes leuchtend blaue Augen auf. Sie bilden einen wichtigen Fokus des Bildes.
Auch Wacken selbst ist im Gemälde präsent. Ole arbeitete Schlamm, den er nach dem Festival an seinen Gummistiefeln mit nach Hause gebracht hatte, in die Strukturpaste des Bildhintergrunds ein. Ein Artist-Village-Armband ergänzte das Motiv. So finden konkrete Erinnerungen an das Konzert und die Begegnung ihren Platz im Kunstwerk.
Sidekick: 2012 ergab sich die Möglichkeit, meine Bullseye Gitarre von ihm signieren zu lassen, 2025 durfte ich ihn dann erstmalig als Fotograf in Hamburg ablichten. Ein Mega-Typ!

Zakk Wylde – Ozzy Osbourne (Hamburg)
Was Eddie Van Halen und Zakk Wylde verbindet
Für Ole liegt die Verbindung der beiden Gitarristen vor allem in ihrer unverkennbaren musikalischen Handschrift. Beide haben einen eigenen Stil entwickelt, den Hörer sofort zuordnen. Wyldes charakteristisches Ziehen der Gitarrensaiten gehört ebenso zu seinem Klangbild wie Van Halens prägnantes, virtuoses Spiel.

Auch in den Porträts setzt Ole unterschiedliche Schwerpunkte. Eddie Van Halen erscheint mit seinem Lächeln und den leicht zusammengekniffenen Augen. Zakk Wylde wirkt kraftvoll und aufmerksam. Ole beschreibt seine Arbeit nicht als bloße Wiedergabe eines Images. Ihn interessieren Identität, Lebensspuren und die Biografie, die sich in einem Gesicht zeigen. Seine eigene Lebenserfahrung fließt dabei ebenfalls in die Bilder ein.
Zwei Porträts, persönliche Geschichten
„Dead Rock Heads Alive“ verbindet Rockgeschichte mit Ole Ohlendorffs Kunst. Die dritte Folge erzählt von zwei Generationen von Gitarristen, von unverwechselbaren Sounds und von Begegnungen, die in den Bildern weiterleben.
Eddie Van Halen ist der Dead Rock Head dieser Ausgabe. Zakk Wylde steht als Rock Legend Alive gegenüber. In der nächsten Folge geht es um zwei Sänger: Rob Halford von Judas Priest und Ronnie James Dio, bekannt durch Black Sabbath, seine eigene Band und Heaven & Hell.
Die Bilder kannst du dir bei Ole im Lüneburger Atelier anschauen. Und wenn du schnell genug bist, sicher auch kaufen.
Danke fürs Lesen. Punkt!

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